TUM Forschungsallianz für Neurotechnologie
Projekte
Die Projekte der Allianz decken verschiedene Entwicklungsphasen ab – von der Forschung bis zur klinischen Anwendung.
Die Projekte der Allianz unterscheiden sich in Laufzeit und Entwicklungsstufe erheblich. Für jedes Vorhaben sind Status, Zielsetzung, verantwortliche Einheiten, Partner und Förderung angegeben.
Verbindet klinische Neurochirurgie, intrakortikale Signalaufzeichnung und KI-gestützte neuronale Dekodierung. Im Sommer 2025 wurde im Rahmen des Programms am Klinikum der Technischen Universität München die europaweit erste chronische Mikroelektroden-BCI bei einem Patienten mit traumatischer Querschnittlähmung implantiert.
Indikation: traumatische Querschnittlähmung
Methoden: chronische intrakortikale Ableitung, Dekodierung, KI
Förderung: BMFTR
Verbindet klinisch indizierte Eingriffe mit wissenschaftlichen Mikroelektrodenableitungen aus unterschiedlichen kortikalen Regionen. Das Verfahren eröffnet Zugang zu menschlicher Einzelzell- und Populationsaktivität bei gleichzeitigem Verhaltensmonitoring.
Methoden: akute Mikroelektrodenarrays, Einzelzellableitung
Referenz: Eisenkolb et al., Cell Reports 2023
Erforscht, wie sprachliche und kommunikative Informationen in kortikalen Netzwerken repräsentiert werden. Besonderes Gewicht liegt auf dem Beitrag der rechten Hemisphäre und auf dem Zusammenhang zwischen Einzelzellaktivität, Netzwerkorganisation und Verhalten.
Förderformat: ERC Consolidator Grant
Feld: Sprache, Kognition, invasive Humanneurophysiologie
Baut auf den klinischen und technologischen Erfahrungen von AID auf. Vorgesehen sind drei Säulen, nämlich neuromorphe und datengetriebene Dekodierung, eine Brain-Spine-Interface-Architektur und Hand-Neuroprothetik mit Exoskelett-, EMG- und VR-Integration. Ein Soft-Robotics-Zweig ergänzt das Vorhaben.
Status: Konzept- und Antragsphase
Komponenten: neuromorphe KI, digitale Brücke, Neuroprothetik, Soft Robotics
Status: Laufende Entwicklungslinie
Weiche, körpernahe Assistenzsysteme für Gang-, Arm- und Handfunktion. Soft Exosuits und aktive Orthesen unterstützen eine Bewegung, ohne sie durch starre Strukturen vollständig zu führen, und lassen sich mit neuronaler und myoelektrischer Dekodierung koppeln.
Technologien: Soft Exosuits, aktive Orthesen, Sensorik
Referenzen: Nature Machine Intelligence 2024; Soft Robotics 2024
Aus dem Vortrag von Prof. Lorenzo Masia auf der IROS 2025.